Natur- und Umweltschutz in Karben:

Fledermaus-Seite 

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 Fledermäuse und
Sternbilder am Abendhimmel

Zahlreiche Naturfreunde, unter ihnen viele Kinder, wollten mehr über unsere Fledermäuse wissen und waren zur „BAT-Night“ auf das Okärber Gelände der Schreinerei Maier in Okarben gekommen.


Frank Uwe Pfuhl von der NABU-Umweltwerkstatt Wetterau stellte die heimischen Fledermausarten vor und hatte sogar eine kleine (präparierte) Zwergfledermaus mitgebracht, die von allen bestaunt wurde.

Zwergfledermäuse sind mit etwa 4-5 cm Körpergröße und 20 cm Flügelspannweite die kleinsten, aber auch die häufigsten heimischen Fledermäuse. Mit ihrem Gewicht von etwa 5(!) Gramm wiegen sie nur soviel wie ein Stück Würfelzucker. Jede vertilgt pro Sommer etwa eine viertel Million Mücken, was zeigt, wie nützlich sie sind.

Fledermäuse geben 10 bis 20 Ultraschalllaute pro Sekunde ab, um sich in der Dunkelheit zu orientieren. Dank Echoortung sind sie in der Lage, sogar bei absoluter Dunkelheit durch einen Maschendrahtzaun zu fliegen.

Nach Einbruch der Dunkelheit waren die „Jäger der Nacht“ auch zu „hören“: Mit einem so genannten Bat-Detektor wurden die von den nachtaktiven Tieren ausgestoßenen Ultraschalllaute für das menschliche Ohr hörbar gemacht.

An den „knackenden Geräuschen“, konnte man auf der Niddabrücke am „Promilleweg“ sogar die unterschiedlichen Arten, wie Wasser- oder Zwergledermäuse, deutlich unterscheiden.  

Mit Dr. Hans Hansen, der  den sommerlichen Sternenhimmel erklärte, klang der Abend aus. Während seiner Ausführungen über „Wega“, „Schwan“ und „Leier“ verschwanden für kurze Zeit sogar einige Wolken und der „große Wagen“ zeigte sich mit allen seinen Sternen.

Da das Bestimmen der Sterne einiger Übung bedarf, gab Dr. Hansen noch einen Tipp: „Um die Sterne kennen zu lernen, ist es am besten, man kauft sich eine Dreh-Karte mit dem Sternenhimmel und beginnt, vielleicht im Urlaub, an einem Abend zuerst einmal drei Sterne zu suchen und zu erkennen. An weiteren Abenden kommen dann immer neue hinzu…“

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Fledermaus-Findelkinder - was tun?

Den NABU Karben erreichen in letzter Zeit wieder häufiger Anfragen zur Behandlung von gefundenen Fledermauskindern. Trotz zunehmender Sympathien sind die meisten Fledermausarten in Hessen immer noch in ihrem Bestand bedroht und auf menschliche Unterstützung angewiesen.  Das gilt insbesondere für Fledermausjunge. Noch bis Mitte August ziehen die Fledermausweibchen ihren Nachwuchs in so genannten Wochenstuben auf. Hausbewohnenende Arten wie die Zwergfledermaus benutzen dafür oftmals winzige Spalten in und am Haus.
 Dabei verursachen sie keine Schäden, sie nutzen nur vorhandene Lücken. Meistens fallen sie dadurch auf, dass winzige Kotkügelchen auf dem Boden gefunden werden. Oftmals kann man sie aber auch beim Verlassen der Quartiere in der Dämmerung entdecken.
Es kommt schon einmal vor, dass Jungtiere aus dem Quartier fallen oder sich bei den ersten Flugversuchen verirren und von der Mutter getrennt werden. Sie finden dann nicht mehr so ohne weiteres in die Wochenstube zurück. Fledermäuse werden nackt und blind geboren.
 Sie sind vollkommen hilflos ohne Mutter und werden in den ersten sechs Wochen ausschließlich mit Milch gefüttert. Um sie ihren Müttern zurückzugeben ist folgendes zu tun:
Bis zur Dämmerung das Tier warm und zugfrei halten. Mit Einbruch der Dämmerung den Winzling vor Katzen oder ähnlichen Gefahren geschützt in einen Karton oder in eine Schüssel in der Nähe der Wochenstube setzen. Benutzen Sie dabei Handschuhe oder umfassen Sie das Tier locker mit einem Stofftuch. Eine kleine Schale mit Wasser in den Karton stellen und das Behältnis erhöht auf einen Holzklotz oder ähnliches stellen. Die Findelkinder schreien dann mit ihren für uns fast unhörbaren Ultraschallrufen nach ihrer Mutter. Wenn diese die Schreie hört, kann sie das Junge im Flug wieder aufsammeln. Dabei saugen sich die Jungen an den Milchzitzen fest.
Wenn es nach zwei Stunden nicht klappt oder schlechtes Wetter ist, muss man die Prozedur im Morgengrauen und am nächsten Abend wiederholen.
Fledermäuse, die sich im Zimmer verirrt haben und noch munter wirken, brauchen gar nicht angefasst zu werden. Öffnen Sie die Fenster und lassen Sie die Tiere auch tagsüber ins Freie fliegen. Fledermäuse nehmen bei Tageslicht keinen Schaden.
Der NABU nimmt weiterhin gerne Hinweise der Karbener Bevölkerung zu bisher unbekannten Fledermausvorkommen entgegen und bietet Holzbausätze für so genannte Spaltenquartiere und Bauanleitungen an (Kontakt unter 06034 4757).

Hauseigentümer, die schon Fledermäuse beherbergen oder ihr Haus für Fledermäuse sachgerecht geöffnet haben, können sich um die Auszeichnung „Fledermausfreundliches Haus“ bewerben. Der NABU hofft auch in diesem Jahr wieder auf eine rege Resonanz in der Bevölkerung.

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NABU-Karben sucht 

Wenn die Fledermäuse aus ihrem Winterschlaf erwacht sind und nach Karben zurückkehren, haben sie zum Teil erhebliche Entfernungen zurücklegen müssen, da ihre Winterquartiere in Stollen, Höhlen oder kühlen Kellern mitunter 250 bis 500 km, in Einzelfällen sogar über 1.000 km entfernt sind.

Um das Wohnungsangebot für die unter strengem Schutz stehenden Fledermäuse zu erhöhen, appelliert der NABU an alle Hauseigentümer, entsprechende Vorrichtungen am Haus zu schaffen.

Der   NABU-Karben bietet Holzbausätze für so genannte Spaltenquartiere an, die mit ein wenig Geschick leicht zusammen geschraubt werden können. Diese Bausätze kosten nur 9,- EUR und können an geschützten Stellen z.B. an Hausfassaden angebracht werden. Es sollten mindestens zwei Quartiere sein.

Diese Kästen oder aber auch kostenlose Bauanleitungen für verschiedene Unterschlupfe können unter 06034 4757 angefordert werden. Der NABU freut sich außerdem über jeden Hinweis auf ein Quartier, da die Fledermausbestände in Karben gezählt werden sollen.

Hauseigentümer, die schon Fledermäuse beherbergen oder ihr Haus für Fledermäuse sachgerecht geöffnet haben, können sich um die Auszeichnung „Fledermausfreundliches Haus“ bewerben. Der NABU verleiht dann eine Urkunde und sie erhalten eine schön gestaltete Plakette. Interessenten können sich beim NABU melden.

In den letzten Jahren wurden in und um Karben bereits 7 Plaketten an Hauseigentümer verliehen. Der NABU-Karben hofft auch in diesem Jahr wieder auf eine rege Resonanz in der Bevölkerung.

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